Berichte

"Motorkutschfahrt" ins Mittelalter


Am Dienstag  07. August starteten wir unseren nächtlichen Ausflug in die einstige Königspfalz und freie Reichsstadt Ulm, welche erstmals urkundlich am 22. Juli 854 erwähnt wurden.       

An drei Flüssen (Donau, Iller und Blau) gelegen war die freie Reichsstadt Ulm einst ein bedeutsamer Verkehrsknotenpunkt während des frühen Mittelalters. Zuerst gingen wir ins ehemalige Baptistenkloster Barfüßer und heutigen Brauerei und ließen uns in gemütlicher Atmosphäre bei einem Glas selbstgebrauten Bier und leckeren bayerisch - schwäbischen Spezialitäten verwöhnen. Nach dieser Völlerei und Entledigung unserer Taler gingen wir  voller Erwartung   zum vereinbarten Treffpunkt.

"Hört Ihre Leute und lasst Euch sagen....." somit zurückversetzt ins Mittelalter wurden wir vom Nachtwächter Kauf-Heinrich durch die einstige Handelsstadt Ulm geführt und auf allerhand gefahren damaliger Zeiten hingewiesen. Am "Neuen Bau", heutiger Sitz der moderneren Nachtwächter (Polizei) begann der Rundgang. Nachdem unser Refugienweib das Pergament zu Ansicht brachte und eine Ober-und Unternachtwächterin auserkoren waren konnte es losgehen. Durchs Fischerviertel auf versteckten Pfaden und allerlei Sehenswürdigkeiten wie der einstigen Gerbersiedlung, der Vaterunser-gasse, am Schiefen Haus, am Kässbohrer Haus und am Einsteinhaus wurden wir anschaulichen mit kleinen Anekdoten durch die Geschichte des Mittelalters geführt. Durch versteckte Fragestellungen wurde die Aufmerksamkeit geweckt und die Antworten durch Handklappern belohnt.                       

Am Schwörehaus wurden die Helferinnen mit einem Goldtaler für das sichere geleiten der kleinen Gruppe entlohnt und wir wieder in die moderne Zeit entlassen und von unseren "Motorkutscherinnen"  sicher nach Hause gebracht.

Ausflug nach Ludwigsburg

Am Samstag, 03. Juli fuhren wir von Geislingen mit dem Zug nach Ludwigsburg ins Blühende Barock. Unser Zug traf pünktlich kurz vor 10 Uhr in Ludwigsburg ein und nach ca. 15 min. Fußmarsch hatten wir unser Ziel erreicht. Bei tropischen Temperaturen entschlossen wir uns gleich zur Führung im angenehm temperierten Schloss. Voller Spannung lauschten wir den Erläuterungen des jungen Schlossführers und warteten voller Neugierde auf das Gemälde, welches Unterdrackenstein mit Schlossberg und Schloss darstellt. Leider konnte er zu diesem Bild keine Auskünfte erteilen und wir übernahmen kurzerhand für einen Moment die Führung. Aufmerksam lauschte er unseren Informationen. Nach ca. 90 min. Geschichte und etwa 1,3 km Fußmarsch durch das Schloss wurden wir wieder in die extrem sommerlichen Temperaturen entlassen. Nach einer kurzen Stärkung suchten wir Abkühlung im Märchengarten und einige nahmen beim Froschkönig ein Fußbad. Unser Weg führte uns durch den Rosengarten, Orangerie, Japan- und Bonsaigarten sowie verschiedene andere Anlagen immer im Schatten der Baumalleen. Zwischendurch konnten wir die unzähligen Brautpaare bewundern die entweder zur Trauung oder nur zum Fotografieren ins Schloss mit seinen Parkanlagen kamen.

Auch unsere Fußballfans kamen nicht zur kurz und wir konnten das Spiel Deutschland – Argentinien in den anfangs kühlen Räumen des Schlosses verfolgen. Zum Abschluss stärkten wir uns noch im Biergarten und fuhren gegen 21.20 Uhr mit dem Zug wieder zurück nach Geislingen, wo wir unsere Autos zurückließen.

Somit neigte sich ein sehr schöner Tag seinem Ende zu und wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Ausflug.

Impressionen | Ausflug nach Ravensburg